"Der häufigste Satz, den ich von Eltern in der Beratung höre ist: Mein Kind hört nicht auf mich! Auch kommen Eltern vor allem mit dem Anliegen in die Beratung, besser mit ihrem Kind zurechtzukommen, es besser zu verstehen, weil sie gemerkt haben, dass in der Kommunikation etwas schief läuft."
Jeder Tag mit Kindern kann für Eltern neue Fragen aufwerfen und bietet neue Herausforderungen und Aufgaben. Die Elternberatung mit Katia Saalfrank leistet hier Unterstützung einen neuen Blick zu entwickeln und den eigenen, richtigen Weg mit den Kindern zu finden.
Katia Saalfrank berät telefonisch oder auch in ihrer Berliner Praxis.
DER GEWINNER DER WOHNZIMMERLESUNG STEHT FEST:
Florian aus Bad Blankenburg! Herzlichen Glückwunsch!
Kinder stehen in unserer Gesellschaft so sehr im Fokus wie nie zuvor. Beständig neue Konzepte über Frühförderung, Betreuungsangebote und Bildungsreformen werden entworfen. Eltern fragen sich: Wie soll ich mein Kind richtig erziehen? Wie schaffe ich es, dass es optimal gefördert wird? Eingeschlichen hat sich in all diese Diskussionen jüngst ein befremdlicher Ton: Plötzlich ist da von kleinen Tyrannen die Rede, die uns Eltern auf der Nase rumtanzen. Ein Lob der Disziplin befeuert die Erziehungsdebatte, immer mehr Kinder werden mit Diagnosen wie ADHS zu Kinder- und Jugendpsychiatern geschickt.
Katharina Saalfrank wendet sich gegen einen solchen problematisierenden Umgang mit Kindern. Sie beschreibt die Notwendigkeit eines grundsätzlichen Paradigmenwechsels: Kinder brauchen keine Erziehung, ist ihre Überzeugung, die sie aus ihrer Arbeit mit Familien, aber auch aus Erkenntnissen der Hirnforschung und Entwicklungspsychologie gewinnt. Was Kinder stattdessen brauchen, um gesund aufwachsen zu können und gut zu lernen, ist eine stabile und konstruktive Beziehung. Wer das Buch von Katharina Saalfrank gelesen hat, wird einen neuen Schlüssel für ein bereicherndes und lebendiges Familienleben finden, in dem sich die Potentiale von Kindern und Eltern frei entwickeln und alle aneinander wachsen können.
Katharina Saalfrank über das Ende der Erziehung:
"Wenn ich vom Ende der Erziehung spreche, dann meine ich nicht, dass Kinder antiautoritär aufwachsen sollen. Wenn ich davon spreche, dass wir uns trauen können, ein neues Verhältnis, eine authentische, persönliche Beziehung zu Kindern einzugehen, meine ich nicht, dass Kinder sich grenzenlos selbst überlassen werden sollten. Im Gegenteil. Autoritäten, Führung und Orientierung sind für eine gute Entwicklung und ein inneres Wachstum von Kindern grundlegend. Mit diesem Buch möchte ich nicht nur einladen, sich auf etwas ganz Neues einzulassen, und ermutigen, einen ganz anderen Blickwinkel einzunehmen. Ich möchte auch begründen, warum ich das gesamte Modell der Erziehung für hinfällig halte. Dass es gute Gründe gibt, nicht etwa ein Erziehungsmodell gegen ein anderes auszutauschen, sondern die Idee des Erziehens insgesamt hinter sich zu lassen und sich etwas Neuartigem zuzuwenden: der Beziehung zu Kindern!"
Lesung 28.05.2013 | 19:30 Uhr
„Du bist ok, so wie du bist“ , Hotel Abacus, Berlin
Eine Veranstaltung der Berliner Familienfreunde e.V.
Eintritt: 5,- € , Karten unter: info@berliner-familienfreunde.de und im Familientreff weitere Infos hier und hier
Lesung 19.06.2013 | 20.15 Uhr
„Du bist ok, so wie du bist“ , Sofienstr. 12, Heidelberg
Eine Veranstaltung des Deutsch-Amerikanischen Instituts Heidelberg
Lesung 20.06.2013 | 19:00 Uhr
„Du bist ok, so wie du bist“ , PZ-Forum, Pforzheim
Poststraße/Ecke Luisenstraße, Pforzheim
Eintrittspreis € 5,00 Kartenbestellung bei Pforzheimer Zeitung Tel. 07231/933-125
Lesung 11.07.2013 | 19.00 Uhr
„Du bist ok, so wie du bist“ , Schulkomplex Bestehornplatz, Aschersleben
Charlottenstraße 5, Aschersleben
Lesung 04.09.2013 | Uhrzeit n.n.b.
„Du bist ok, so wie du bist“ , Hugendubel, Berlin
Schloßstraße 109 - 110a, 12 163 Berlin-Steglitz
Lesung 18.09.2013 | 19.00 Uhr
„Du bist ok, so wie du bist“ , Gesellschaftshaus, Sonneberg
Charlottenstraße 5, Sonneberg
Lesungen 19.09.2013 | 19.30 Uhr
„Du bist ok, so wie du bist“, München
8,- EUR, erm. 5,50 EUR, Abendkasse oder http://frauenstudien-muenchen.de/
Podiumsdiskussion 26.09.2013 | 20 Uhr
„Auf schmalem Grat. Erziehung in einer haltlosen Welt“, Tonhalle, Jena
im Rahmen der Veranstaltung „Spätlese“, Jena
Lesung 15.10.2013 | Uhrzeit n.n.b.
„Du bist ok, so wie du bist“, Buchhandlung Daub, Menden
Unnaer Straße 7, Menden
Lesung 16.10.2013 | 20.00 Uhr
„Du bist ok, so wie du bist“, VHS Verl
Eintritt: 12,00 €/erm. 6,00 €, www.vhs-vhs.de, Kartenvorverkauf unter Tel.: 05207/9174-0 (ab 1.8.2013)
Lesung 17.10.2013 | 19.30 Uhr
„Du bist ok, so wie du bist“, VHS Gladbeck
Friedrichstr. 55, Gladbeck
Vorverkauf 8,75 € - an der Abendkasse 10,00 €, unsere Geschäftsstelle an: 02043/99 – 2415, lautet vhs@stadt-gladbeck.de
Über Supervision, Seminare und Beratung von Katia Saalfrank in 2012 können Sie sich im Bereich "Beratung, Coaching & mehr" erkundigen.
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"Problemkinder" gibt es nicht - nur schwierige Situationen und Eltern, die nicht weiter wissen!
Berlin, 29. Mai 2012
Keine Entwarnung bei Gewaltdelikten gegen Kinder – klare Signale für erheblichen Reformbedarf
Die Deutsche Kinderhilfe hat heute die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik 2011 zu kindlichen Gewaltopfern vorgestellt. In der Bundespressekonferenz erläuterte der Präsident des
Bundeskriminalamtes Jörg Ziercke, dass im Jahr 2011 146 Kinder getötet und weitere 72 Kinder Opfer eines versuchten Mordes oder Totschlags wurden. Die in der Polizeilichen Kriminalstatistik
erfassten Fälle körperlicher Misshandlung von Kindern sind im vergangenen Jahr um 6% von 4.367 auf 4.096 gesunken. Ein Anstieg um 4,8% auf 12.444 Fälle ist bei sexuellem Missbrauch von Kindern
sowie bei Besitz/Verschaffen von Kinderpornographie um 23% auf 3.896 Fälle zu verzeichnen. Hinzu kommt, dass in den Bereichen Kindesmisshandlung, Missbrauch von Kindern und Kinderpornographie von
einem großen Dunkelfeld ausgegangen werden muss.
„Täglich 11 misshandelte und 39 sexuell missbrauchte Kinder sowie 17 Fälle der Kinderpornographie sind eine erschreckende Bilanz. Jeder einzelne Fall, jedes betroffene Kind ist eines zu viel. Der
Schutz von Kindern vor Gewalt und Missbrauch darf angesichts der zunehmenden Digitalisierung und Internationalisierung der Tatbegehung nicht auf rechtliche oder nationale Grenzen stoßen. Unser
Ziel muss es sein, Gewalt und Misshandlungen an Kindern frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Neben einer konsequenten Strafverfolgung auf nationaler und internationaler Ebene sind daher auch
die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe gefordert“, so Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamtes.
Nach wie vor werden in Deutschland durchschnittlich jede Woche 3 Kinder getötet. Hieran wird deutlich, dass das Jugendhilfesystem nicht in der Lage ist, Kinder ausreichend zu schützen. Ohne
einheitliche Fach- und Diagnosestandards, eine aktive und verbindliche Einbindung von Schulen und Kinderärzten in die Jugendhilfe wird sich auch in Zukunft wenig ändern. Da 600 Jugendämter
unterschiedlich arbeiten und ihre finanzielle Ausstattung von der Kassenlage der jeweiligen Kommune abhängt, sind die Überlebenschancen eines Kindes je nach Wohnort unterschiedlich.
„Die tragischen und vermeidbaren Todesfälle von Chantal in Hamburg und Zoe in Berlin zu Beginn dieses Jahres sind keine bedauerlichen Einzelfälle. Sie stehen stellvertretend für die zu vielen
Kinder, die im Jugendhilfesystem zu Tode kommen. Da die Politik beim Bundeskinderschutzgesetz den Finanzinteressen der Länder und Kommunen sowie den Systemschützern der Verbände nachgegeben hat,
besteht die Strukturkrise weiter – wie hoch der Preis ist, belegen die heute vorgestellten Zahlen“, so Georg Ehrmann, Vorsitzender der Deutschen Kinderhilfe.
Alarmierend auch, dass nach den großen Missbrauchsskandalen des Jahres 2010 die Zahlen im Bereich sexueller Gewalt gegen Kinder weiter ansteigen. „Die deutlich höhere Zahl der Opfer sexuellen
Missbrauchs ist eines der bedrückendsten Ergebnisse. Ohne verstärkte Präventionsarbeit sind jedoch keine Erfolge zu erzielen. Weder der runde Tisch noch der Gesetzgeber konnten sich dazu
durchringen, für ehrenamtliche Trainer und Betreuer ein erweitertes Führungszeugnis einzuführen, Anbieter von Ferienfreizeiten haben keine Pflicht, qualifiziertes Personal einzusetzen und immer
wieder erleben wir in der Praxis Jugendämter, Schulen und Vereine, die sich weigern mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten“, so André Schulz, Vorsitzender des BDK.
Auf ein „Weiter so“ bei den vielen kindlichen Opfern von Gewaltdelikten darf die Politik nicht setzen. Nur eine konsequente Reform des Jugendhilfesystems kann die heute vorgestellten Zahlen
senken. Die Deutsche Kinderhilfe und der Bund Deutscher Kriminalbeamter haben mit zahlreichen Verbänden und Experten in einer Gemeinsamen Erklärung die Reformbedürftigkeit des Jugendhilfesystems
festgestellt: Es bedarf eines klaren gesellschaftlichen Signals für mehr Kinderschutz in Deutschland.
Sehen Sie hierzu auch:
Die WDR-Doku - Schattenland: Kindesmisshandlung in Deutschland hier ansehen